Die Asylbrücke lanciert verschiedenste Projekte mit verschiedenen Migrations- und Integrationsvereinen aus dem Kanton Zug und dem Kanton Luzern. Dies bietet die Möglichkeit zu einer stärkeren interkantonalen Vernetzung und Koordination. Auch in Zukunft möchten wir diese interregionale Zusammenarbeit weiter fördern und ausbauen.

Nebst der Projektarbeit haben Schulen, Vereine, Institutionen usw. die Möglichkeit, sich durch uns über die Situation der Asylsuchenden informieren zu lassen. Der Rahmen (Vortrag oder Workshop) wird auf die Bedürfnisse der Anfragenden abgestimmt. Wir unterstützen Sie auch bei einer öffentlichen Veranstaltung oder Aktion im Bereich des Asylwesens mit unserer Erfahrung und Wissen.

Sozialbetreuung
Wir begleiten die Asylsuchenden in ihrem Alltag und tragen so dazu bei, dass sie während ihrem kürzeren oder längeren Aufenthalt in unserem Kanton sich in einem menschlich tragbaren Umfeld bewegen und leben können.

Gemeinsam mit den Asylsuchenden suchen wir Lösungen bei sozialen Problemstellungen, leisten Hilfestellung bei der Integration und dem Bewältigen der Alltagsproblemen. Bei gesundheitlichen Problemen vermitteln wir ihnen die notwendige professionelle Hilfe.

Besuche in der Ausschaffungshaft
Die Asylbrücke Zug setzte die Besuche von Ausschaffungshäftlingen in der Strafanstalt Zug fort. Die Häftlinge stammten fast ausschliesslich aus Afrika. Deren grösstes Problem bildet für sie die Beschaffung von gültigen Dokumenten, um eine Rückreise in ihr Heimatland zu organisieren. Immer wieder stellt sich die Beschaffung der Dokumente als ein schwieriges Unterfangen heraus. Können die Ausweispapiere nicht beschafft werden, kann dies eine Verlängerung der Haft bedeuten. Diese wiederum ist oft mit einer grossen psychischen Belastung für die Ausschaffungshäftlinge verbunden. Hierbei stossen auch die Vorstandsmitglieder und Projektmitarbeitenden der Asylbrücke an Grenzen: oft sind alle rechtlichen Mittel ausgeschöpft, und allzu oft bleibt nur noch das unterstützende Gespräch.

Gerade darum sind und bleiben die Besuche von Ausschaffungshäftlingen ein wichtiges Element der Arbeit der Asylbrücke.

Der Rechtsdienst bei der Asylbrücke Zug wurde geschlossen: Hansjörg Trüb engagierte sich während über 20 Jahren ehrenamtlich für den Rechtsdienst und gab diese Aufgabe nun ab.
Die Asylbrücke dankt ihm herzlich für seinen unermüdlichen und grossen Einsatz!

Weitere mögliche Kontakte:
Libor Simecek: Mail (liborsimecek(at)hotmail.com)

Caritas Schweiz
Abteilung Anwaltschaft
Adligenswilerstrasse 15
6002 Luzern
Tel: 041 419 23 85
www.caritas.ch

Fachstelle Migration
Zeughausgasse 9
6301 Zug
041 728 22 76

Seit nun mehr als zwanzig Jahren setzt sich die Asylbrücke für eine menschenwürdige Asyl- und Integrationspolitik ein und begleitet Migrantinnen und Migranten in ihrem Aufenthalt in der Schweiz. Dieses Engagement ist keineswegs hinfällig geworden. Das zeigen die Ereignisse immer wieder, nicht zuletzt durch die Zustimmung des Schweizer Stimmvolkes zu einer restriktiveren Asylpolitik. Das erfordert weiterhin unser Handeln – und zwar auf der persönlichen Ebene und gleichzeitig auch in der Öffentlichkeit. Dementsprechend vielfältig gestaltet sich die Arbeit der Asylbrücke: dies zeigt sich zum einen im direkten Kontakt mit den Betroffenen, aber auch in der breiten Öffentlichkeitsarbeit mit unterschiedlichen Projekten. Erfahren Sie mehr unter Rechtsdienst, Sozialbetreuung, Öffentlichkeitsarbeit oder Projekten. Gleichzeitig danken wir allen für die Unterstützung, ohne welche die Arbeit nicht möglich wäre.